Arbeiten im Netzwerk – hohe Flexibilität, faire Preisgestaltung

Das Angebotsspektrum von flcom ist groß – wir bieten von Social Media Marketing, Werbetext bis hin zu Grafik Design oder der Umsetzung von E-Mailings alles an. Wenn wir Unterstützung brauchen, arbeiten wir mit einem Netzwerk zusammen, das wir Ihnen gern vorstellen möchten. Unter www.wirwollenmehr.de können Sie sich über unsere Partner in den Bereichen Webdesign- und Programmierung, Suchmaschinenoptimierung und –Werbung sowie Informationsdesign informieren. Wir sind froh, auf dieses Netzwerk kompetenter Partner zurückgreifen zu können – kreative Freelancer, kleinere Agenturen und Firmen stehen uns hier jederzeit zur Verfügung. In einem Netzwerk zu arbeiten hat für Sie die Vorteile, dass Sie alle Aufträge einfach über ihren gewohnten Ansprechpartner abwickeln können. Wir bieten Ihnen das Angebotsportfolio einer großen Agentur mit der Flexibilität und Kostenstruktur, die Sie von uns gewohnt sind!

Städte auf Facebook

Berlin, Hamburg, Bremen, Düsseldorf und Frankfurt sowieso, aber auch kleine Städte wie Reutlingen, Gladbeck und Fürth tun es – sie sind mit einer eigenen Fanpage auf Facebook vertreten. Verwundern tut das nicht, denn immerhin sind mittlerweile über 25% der Deutschen auf Facebook aktiv.

Fanpage einer Stadt oder Gemeinde – Nutzen für Einwohner und Touristen

Verfügt die Stadt über eine eigene Fanpage, können sich die User mit der Stadt vernetzen. Sie erhalten Nachrichten, Bekanntmachungen und aktuelle Infos zu Veranstaltungen direkt in ihren Newsfeed und bleiben somit immer über die aktuellen Geschehnisse in ihrer Stadt auf dem Laufenden. Außerdem können die Einwohner einer Stadt oder einer Gemeinde auf diese Weise ihre lokale Verbundenheit, ihr Interesse oder ihre Aktivitäten in der Region gegenüber Freunden demonstrieren – und genau darum geht es ja im Social Network. Touristen können sich über die Stadt im Vorfeld einer Reise informieren, sich sogar mit Einheimischen oder der Stadtverwaltung selbst austauschen, Empfehlungen für Unterkünfte oder Veranstaltungen einholen und während ihres Urlaubs am Ort „einchecken“. Die Vorteile für die User liegen also auf der Hand.

Außendarstellung – Vorteile für die Stadt

Aber auch die Stadt kann von einer eigenen Präsenz im größten sozialen Netzwerk profitieren: finden die Fans eine Veröffentlichung, Veranstaltung oder Bekanntmachung gut, dann klicken sie „gefällt mir“, hinterlassen einen Kommentar oder teilen es mit ihren Freunden – und schon verbreitet sich die Nachricht. Mit einer Fanpage zeigt sich die Stadt außerdem modern und offen und demonstriert, dass sie ein offenes Ohr für die Anliegen und Probleme ihrer Bürger hat – denn auf Facebook ist jeder Beitrag und Kommentar für alle sichtbar. Wichtig ist die regelmäßige Betreuung der Facebook Fanseite, ein gelungenes Design, die Bereitstellung wichtiger Informationen und die seriöse Anmutung, welche die Seite sofort als eine offizielle erkennen lässt. Dies wird häufig mit iframe Tabs in eigenem Design erreicht. Unverzichtbar für eine gute Städteseite: Fotos und Videos der Stadt für Einheimische und Touristen, ein gut gepflegter Veranstaltungskalender, Kontaktadressen und News-Updates. Ein paar gelungene Beispiele:

http://www.facebook.com/Dresden.Marketing

http://www.facebook.com/WienTourismus

Aber auch kleinere Städte wagen durchaus den Schritt:

http://www.facebook.com/stadt.arnsberg

Sie kennen weitere Beispiele? Wir freuen uns auf Ihre Vorschläge.

Kritik

Facebook bietet also für Städte und Gemeinden einzigartige Möglichkeiten des Stadtmarketings und ermöglicht eine Kommunikation auf Augenhöhe zwischen Stadt und Einwohnern, Stadt und Touristen oder auch Einwohnern und Touristen. Es gibt aber auch kritische Stimmen, die gegen eine Präsenz auf Facebook sprechen. Immer wieder schlagen Datenschützer Alarm, Facebook verstoße gegen datenschutzrechtliche Bestimmungen.

Besonders bemängelt werden die sogenannten Social Plug-Ins, die Webseitenbetreiber auf ihrem Internetauftritt einbinden können, wie z.B. den „gefällt mir“-Button oder die Fanbox. Besucht ein Internetnutzer eine Webseite, ist gleichzeitig bei Facebook eingeloggt und klickt dann auf einen „gefällt mir“-Button auf der Webseite, wird dies automatisch in seinem Profil auf Facebook veröffentlicht. Dieses Feature erlaubt Facebook die Erhebung personenbezogener Daten. Das Risiko beim Einsatz der Plug-Ins wird insgesamt aber eher als gering eingestuft. Vielmehr ist davon auszugehen, dass Facebook selbst reagieren werde, sollte es eine klare Entscheidung geben, dass Like-Button und Fanbox gegen den Datenschutz verstoßen. Dennoch empfehlen wir bei der Verwendung von Facebook Social Plug-Ins, die Besucher im Rahmen der Datenschutzbestimmungen über deren Verwendung auf der Website zu informieren. Ein Muster einer Datenschutzerklärung sowie eine rechtliche Einschätzung zum Like-Button gibt es bei Schwenke und Dramburg Rechtsanwälte.

Unternehmen in sozialen Netzwerken – aber in welchen?

„Welche Netzwerke sind denn nun relevant?“ „Können wir schon was auf Google + machen?“ „Muss ich überall vertreten sein?“ Immer häufiger erreichen uns Fragen in diese Richtung. Daher möchten wir hier einmal kurz die aktuellen Netzwerke in Deutschland vorstellen…

Facebook
An Facebook führt kein Weg vorbei. Warum? Aktuell ist bereits ein Viertel der deutschen Bevölkerung auf Facebook vertreten. Ja, 20 Millionen Deutsche nutzen das Netzwerk. Große deutsche Fanseiten wie Nike Deutschland, McDonalds Deutschland oder Kinder Riegel haben zwischen 200.000 und 400.000 Fans. Dass hier ein großes Potential für das Marketing und die Kundenkommunikation steckt, braucht man bei solchen Zahlen nicht mehr erläutern. Die am meisten vertretene Altersgruppe sind die 18 bis 34-Jährigen, Facebook lockt inzwischen aber auch immer mehr die Älteren an den Computerbildschirm. Immerhin 5% der User sind 55 Jahre und älter.

Google+
Google+ ist gerade nicht mehr wegzudenken aus der täglichen Unterhaltung. Jeder will rein, jeder will die berühmten Circles selbst ausprobieren. Nach den ersten Schritten merkt man – noch ist hier nicht viel los. Diejenigen, die sich bei Google+ aufhalten, sind bisher noch die typischen Web 2.0 Daueruser, Technik-Nerds, Werbetreibende, Agenturen…  Das kann sich rapide ändern – noch müssen wir hier aber ein paar Tage die Füße still halten. Unternehmensprofile sind geplant – sogar schon sehr bald. Es gab eine Möglichkeit, sich als „Testunternehmen“ zu bewerben. Wer die Funktion testen darf, wird bald bekannt gegeben. Bis dahin werden selbst angelegte Unternehmensprofile von Google gelöscht. Ausnahme: Ford hat bereits ein Profil, das wohl auch bestehen bleibt:

Riskieren könnte man es also. Der große Unterschied zwischen Google+ und Facebook: Freundschaften müssen nicht bestätigt werden. Ich folge jemandem oder jemand folgt mir in einem „cirlcle“  – erinnert fast ein wenig an Twitter. Das Teilen von Inhalten steht also mehr im Vordergrund, als das Schließen von Freundschaften und das „in Kontakt bleiben“. Ist Google+ also vielleicht weniger privat?

Der „Like“ Button von Google+ ist der +1 Button – und wird jetzt wenn man den Meldungen glauben darf schon häufiger im Netz genutzt als das überall vertretene „gefällt mir“. Klicke ich +1, erscheint dies in meinem Google Profil und beeinflusst die Suchanfragen meiner Freunde: Von mir empfohlene Inhalte werden höher gerankt. Social Search vom Feinsten. Deshalb: das einbinden des google+ Buttons neben den üblichen Facebook Buttons ist also jetzt schon Pflicht.

Netlog
Ein soziales Netzwerk, das zur Zeit ebenfalls häufiger im Gespräch ist. Von der Relevanz her ist es allerdings mit Facebook und Google+ lange nicht zu vergleichen. Netlog ist jünger, bunter, flippiger. Hier chatten nicht die Nerds über aktuelle Techniktrends sondern die Teenies über Justin Bieber. Hier baut man sich bunte Blogs und nennt sich Schokoloco und Rocknroll. Die Profilbilder sprechen eine eindeutige Sprache – auch flirten ist hier ein Thema. 80% der User sind zwischen 14 und 25 Jahre alt. Ca. 4 Mio. sind es in Deutschland. Geworben wird über klassisches Display-Advertising – Markenseiten sind allerdings auch kostenfrei möglich. Radio NRJ, Bacardi, Vans und Volcom zeigen – hier sprechen die Marken die jüngeren Zielgruppen an. Marken können auch Profildesigns sponsern – es gibt z.B. ein TicTac Markenprofil – schätzungsweise kostenpflichtig über den Anbieter Massive Media.

LinkedIn und XING
Die Business-Netzwerke im Social Web. Hier dreht sich alles um Bewerbungsfotos, Stellenbörsen und den eigenen Werdegang. Beide Portale bieten neben Stellenausschreibungen Unternehmensprofile an – kostenfreie Basisversionen und kostenpflichtige Unternehmenskanäle mit erweiterten Funktionen. Achtung: das (Basis-) Unternehmensprofil auf XING kann ich nur anlegen, wenn ich selbst bei dem Unternehmen arbeite. Der Unterschied zwischen XING und LinkedIn: XING ist eindeutig der Markführer in Deutschland. Dafür hat LinkedIn eine starke internationale Userschaft – weltweit gesehen hat LinkedIn also die Nase vorn. Je nach Unternehmensausrichtung kann es sich also lohnen, auf beiden Portalen zumindest mit dem Basisprofil vertreten zu sein. Das kostenpflichtige Angebot von XING startet bei ca. 25 Euro monatlich.

Employer Branding und Social Recruiting über Facebook

Die Anzahl der deutschen Karriere Fanpages auf Facebook steigt seit dem letzten Jahr kontinuierlich an. Ob Großkonzern oder kleines Unternehmen – jeder scheint zu erkennen, dass traditionelle Recruitingmaßnahmen nicht mehr ausreichen, um passende und qualifizierte Fachkräfte und Auszubildende zu finden. Es ist nicht länger genug, seine Angebote auf den einschlägigen Jobportalen einzustellen und abzuwarten. Die Unternehmen werden selbst zum Suchenden und müssen sich um die besten Arbeitskräfte bewerben.

Was liegt da näher, als sich dort als attraktiver und starker Arbeitgeber zu platzieren, wo sich Fachkräfte und angehende Auszubildende herumtreiben? 20% der deutschen Bevölkerung ist inzwischen auf Facebook aktiv. In der ausbildungsrelevanten Zielgruppe der 15- bis 21 Jährigen sind es sogar 38%.

Karriere Fanpage auf Facebook

Eine Karrierefanpage kann viel bewirken, wenn sie professionell gestaltet und regelmäßig gepflegt ist. So können auf den neuen iframe-Tabs alle Job- und/ oder Ausbildungsangebote des Unternehmens eingebunden werden. Auf der Pinnwand oder über ein separates Formular auf einem iframe-Tab können auch gleich Anfragen von potenziellen Bewerbern beantwortet werden. Aber Achtung – Social Recruiting ist nicht das stumpfe Veröffentlichen von Jobangeboten. Eine authentische Kommunikation mit den Fans und Bewerbern ist bei Recruiting Fanpages besonders wichtig. So macht es bspw. Sinn, die Fanpage von motivierten Auszubildenden oder Angestellten betreuen zu lassen und diese auf einem eigenen Tab vorzustellen. Das schafft Vertrauen, steigert die Glaubwürdigkeit und zeugt von einem guten Arbeitsklima. Außerdem können auf diese Weise auch kleinere Unternehmen, die zunächst die notwendige und zeitintensive Betreuung scheuen, eine eigene Karriere Seite betreiben.

Facebook Ads zur Trafficsteigerung

Die beste Karriereseite auf Facebook hat wenig Sinn, wenn sie keine Fans hat. Wie bei normalen Fanpages denken viele Unternehmen, dass die bloße Präsenz auf Facebook ausreicht. Gerade zu Beginn einer Präsenz ist die Schaltung von Facebook Anzeigen in den meisten Fällen notwendig, um eine kritische Masse an Fans zu erreichen, so dass die viralen Effekte angestoßen werden. Facebook Ads sind sehr kostengünstig und mit dem richtigen Targeting können Streuverluste fast komplett ausgeschlossen werden. Tipps zum Facebook Advertising gibt es in unserem Beitrag „Facebook Werbeanzeigen“.

5 Tipps für erfolgreiches Posten auf Facebook

Jeden Tag werden zahlreiche Links, Fotos, Videos und News von Fanpages und Freunden auf Facebook geteilt. Alle reihen sich im News Feed ein – viele Informationen werden kaum noch wahrgenommen. Bei dieser Masse an Informationen werden einige Fragen immer wichtiger: Wann ist der beste Zeitpunkt zum Posten? Wie oft sollte ich Informationen veröffentlichen? Welche Inhalte erreichen ein hohes Engagement der User?

Auf Basis der Forschung von socialbakers.com und Buddy Media haben wir die wichtigsten 5 Empfehlungen zusammengefasst. (Genauere Informationen bei Buddy Media und Socialbakers)

1)    Keep it short

Achte darauf, das Prinzip K(eep) I(t) S(hort) and S(imple) anzuwenden. Laut Buddy Media erreichen Posts mit 80 Zeichen oder weniger eine 27% höhere Engagement Rate, das heißt also deutlich mehr „Gefällt mit“-Klicks und Kommentare. URL-Kürzer wie Tiny URL oder bit.ly sollten dabei aber vermieden werden – aufgrund des hohen Spam-Aufkommens auf Facebook wollen die User lieber sehen, auf welchen Websites sie bei einem Klick landen.

2)    Poste, wenn es still ist

Die meisten Posts werden zu den normalen Geschäftszeiten veröffentlicht. Gerade deshalb haben Marken, die Informationen außerhalb der Geschäftszeiten (das heißt also früh morgens und spät abends) veröffentlichen, eine höhere Chance gehört zu werden.  Welcher Wochentag der beste für einen Post ist, ist abhängig von Marke und Branche. Laut Buddy Media erreichen Posts an Donnerstagen und Freitagen das höchste User Engagement – wobei der Samstag der schlechteste Tag ist. Es gibt jedoch eindeutige industrielle Unterschiede – die Medienbranche sollte den Montag vermeiden, da hier ein hohes News-Aufkommen herrscht. Handel und Automobilbranche haben Sonntags eine gute Chance, die User zu erreichen.

3)    Poste nicht zu oft

Als Marke sollte man nicht mehrfach an einem Tag posten, um die User nicht zu verprellen. Für einige Marken kann es auch empfehlenswert sein, nur jeden zweiten Tag zu posten. Auf jeden Fall ist es immer besser, nur dann zu posten, wenn man auch etwas zu sagen hat – redundante oder unnütze Informationen führen dazu, dass die User die Marke ausblenden oder sich sogar komplett von der Fanpage abmelden. Dennoch sollte man regelmäßig auf sich aufmerksam machen, um eine soziale Verbindung zu den Fans aufrecht zu erhalten. Für Medienunternehmen herrschen hier etwas andere Regeln – denn News werden den ganzen Tag gelesen und geteilt.

4)    Gib konkrete Anweisungen

User hören auf die Anweisungen der Marken – das heißt es ist empfehlenswert, sogenannte „Action Keywords“ in die Posts einzubauen. Ganz nach dem Motto „Sag uns“, „Kommentiere“, „Werde jetzt Fan“, „nimm teil“ oder „poste“. Auch auf Fragen – insbesondere am Ende eines Posts – reagieren User mit einem hohen Engagement.
Besonders bei Gewinnspielen ist Vorsicht geboten: Aggressive Ausdrücke wie Contest/Promotion oder Wettbewerb werden nicht so gern gelesen – hier sollte man mit Worten wie „gewinne“, „Angebote“ oder „Event“ arbeiten.

5)    Vermeide automatisierte Posts

Viele Fanpages nutzen Tools, um Inhalte zu posten. Tools wie beispielsweise RSS Graffiti können sehr nützlich sein, um eine Regelmäßigkeit aufrecht zu erhalten und verschiedene Social Media Portale gleichzeitig und in einer Nutzeroberfläche zu managen. Dennoch ist ihr Einsatz problematisch: Erstens kann es vorkommen, dass nur Links gepostet werden ohne dass diese auf den Facebook Nutzen zugeschnitten und mit persönlichen Worten versehen wurden. Zweitens kann es passieren, dass mehrere Posts in sehr kurzer Zeit veröffentlicht werden, wodurch der User den Eindruck bekommt, dass er es mit Spam zu tun hat. Drittens sammelt Facebook häufig die Posts, die über externe Anwendungen gepostet werden – was dazu führen kann, dass die Informationen hinter einem Link verborgen werden.

Mehr Infos:

Automated facebook posting can make your page fail bei Socialbakers
How often should you post on facebook bei Socialbakers
Whitepaper strategies for effective facebook wall posts bei buddy media

 

Der Edgerank-Algorithmus – Wie Facebook den Newsfeed sortiert

Das erste was ich sehe, wenn ich mich als User auf Facebook einlogge, ist der Newsfeed. Unumstritten das wichtigste Feature des Portals bietet er mir auf einen Blick alles, was ich wissen muss: Die neusten Foto-Alben meiner Freunde, interessante und lustige Videos von Youtube, Status Updates und Check-ins über Facebook Orte. Nicht zuletzt enthält der Newsfeed auch die Neuigkeiten und Angebote der Marken und Unternehmen, von denen ich Fan bin.

Facebook bietet im Newsfeed standardmäßig zwei Sortierungsmöglichkeiten: Die „Hauptmeldungen“ und die „neuesten Meldungen“. Logge ich mich neu ein, sehe ich immer zuerst die „Hauptmeldungen“ – wenn ich chronologisch gesehen ALLE Beiträge meiner Freunde und Seiten sehen möchte, muss ich aktiv auf die „neuesten Meldungen“ umschalten. Dementsprechend nutzen laut Facebook 95% aller User den Feed „Hauptmeldungen“. Viele vielleicht, ohne es zu merken.

Logge ich mich einen oder mehrere Tage nicht bei Facebook ein, sammeln sich einige Posts meiner Freunde und Seiten an. Nicht alle werde ich mir anschauen – nur diejenigen, die in meinem „Hauptmeldungen“-Feed ganz oben stehen. Jede Fanpage möchte natürlich, dass ihre Statusmeldungen bei ihren Fans recht weit oben erscheinen. Es ist ein Wettbewerb um die besten Positionen – ähnlich wie beim Suchmaschinenranking. Die „Hauptmeldungen“ werden von Facebook nach Wichtigkeit für den einzelnen User sortiert. Facebook entscheidet also, welche Beiträge für mich von besonders großem Interesse sind. Aber woran macht Facebook eigentlich fest, was für mich interessant ist?

An dieser Stelle kommt der so genannte „Edgerank Algorithmus“ ins Spiel.

Auch wenn Facebook geheim hält, wie der Algorithmus genau funktioniert, so sind doch einige Parameter bekannt, die das Ranking beeinflussen.

Der Edgerank Algorithmus basiert auf „Objekten“ und „Edges“. Ein Objekt ist dabei ein Post, bestehend aus einem Text, einem Link, einem Foto oder Video. Die Edges beeinflussen das Ranking des Objektes, es sind die Aktionen, gefällt-mir-Beiträge, Kommentare aber auch die Aktualität des Beitrages. Der Wert des Beitrages wird berechnet aus der Affinität, der Gewichtung und dem Alter.

Affinität: Die Affinität misst dabei den Grad der Verbundenheit des Nutzers zu der Fanpage oder einem anderen Nutzer. Klicke ich als Nutzer regelmäßig in die Updates einer Fanpage, kommentiere und klicke „gefällt mir“, habe ich eine hohe Affinität zu dieser Seite. Dies wird dann für die kommenden Meldungen gespeichert. Genauso ist es bei Freunden – zu Freunden, deren Profilseiten ich häufig besuche, habe ich eine höhere Affinität. Ihre Status Updates werden bei mir im Newsfeed höher gerankt.

Gewichtung: Facebook teilt Beiträgen mit Videos und Fotos sehr viel höheres Gewicht zu, als solchen, die reine Textbeiträge beinhalten. Auch Beiträge, die grundsätzlich viele „gefällt mir“-Beiträge und viele Kommentare erhalten haben, bekommen eine höhere Gewichtung. Ein Kommentar wiegt dabei zum Beispiel schwerer als ein „gefällt mir“. Je mehr „gefällt mir“-Beiträge und Kommentare, desto besser das Ranking.

Alter: Die neuesten Beiträge werden höher gerankt, da sie aktueller sind und damit interessanter.

Diese drei Kriterien addiert ergeben den Wert einer Meldung, der wiederum die Positionierung im Newsfeed bestimmt.

Hat eine Marke, von der ich Fan bin, nun ein Update veröffentlicht, das einen Link enthält und viele User haben kommentiert, dann wird es wahrscheinlich sehr weit oben in meinen Meldungen erscheinen – vorausgesetzt, ich habe eine hohe Affinität zu dieser Fanpage.

Auch wenn ich als Marke bzw. Unternehmen mit meinen Posts den Edgerank nicht beeinflussen kann, so ist es doch wichtig zu wissen, dass das User Engagement für die Positionierung von enormer Wichtigkeit ist. Posts müssen immer das Engagement herausfordern – sei es durch Fragen, Angebote, interessante Links, Bilder oder Videos.

Die Optionen am Ende des Newsfeeds

 

 

 

 

 



Weiterhin entscheidend sind die Einstellungen am Fuße des Newsfeeds: Hier kann ich als User meinen Newsfeed selbst beeinflussen – und zwar auch die „neuesten Meldungen“. Klicke ich am Ende des Streams auf „Optionen bearbeiten“, erscheint ein Fenster, das mir zwei Auswahlmöglichkeiten gibt: Zeige Beiträge von allen Freunden und Seiten ODER zeige Beiträge von Freunden und Seiten, mit denen du am häufigsten interagierst. Wähle ich die Beiträge von Freunden und Seiten, mit denen ich am häufigsten interagiere, werden auch die „neuesten Meldungen“ aufgeräumt. Eine Fanpage, die ich selten besuche, hat nun kaum eine Chance, ein Update in meinem Newsfeed zu platzieren. Dies zeigt wieder, dass es nicht die reine Fananzahl ist, die eine Fanpage erfolgreich macht. Es müssen aktive Fans sein, die bereit sind, mit der Seite zu interagieren, zu kommentieren und diese häufig zu besuchen.

Mehr Infos im YouTube Video der Firma Klurig Analytics

Facebook Werbeanzeigen

Facebook Werbeanzeigen bieten sowohl Betreibern von Facebook Fanpages als auch Webseitenbetreibern sehr gute Möglichkeiten, ihre gewünschte Zielgruppe ohne bzw. mit nur minimalen Streuverlusten zu erreichen. Gerade für Fanpage-Betreiber sind die Facebook Ads in vielen Fällen ein Muss – denn zum Launch einer Präsenz sind sie häufig die einzige Möglichkeit, schnell eine kritische Masse an Fans zu generieren. Aber wie genau werden diese Anzeigen erstellt? Ist mir dem Anlegen der Kampagne alles getan, kommen nun die Fans von ganz allein? So einfach ist es in den meisten Fällen nicht. Daher möchten wir hier eine kurze Anleitung und wertvolle Hinweise für Facebook Kampagnen zur Verfügung stellen.

Schon der erste Schritt in Richtung Facebook Ads kann so manchen vor Probleme stellen, der noch nie etwas mit dem Schalten von Anzeigen zu tun hatte. Es gibt viele Wege dorthin, der einfachste führt über die folgende URL: http://www.facebook.com/ads/create/.

Ganz oben im Menü kann man nun gleich loslegen und auswählen, wofür man werben möchte. Entweder man wählt die externe Webseite und gibt dann im nachfolgenden Feld die gewünschte URL ein oder man gibt an, dass man für etwas auf Facebook werben möchte. Dies kann eine Seite, ein Ort oder auch eine Veranstaltung sein, in jedem Fall muss man aber über Administratorenrechte der entsprechenden Seite bzw. Veranstaltung verfügen.

Nachdem man die Auswahl getroffen hat, wird man vor eine weitere Wahl gestellt: Die Art der Werbeanzeige. Möchten man eine „normale“ Facebook-Werbeanzeige schalten oder lieber die relativ neue Werbeform, die gesponserte Meldung?

Engagement Ad

Ad mit externer Verlinkung

gesponserte Meldung: "Gefällt mir"-Meldung

 

 

 

 

Bei einer externen URL kann der Titel der Werbeanzeige frei gewählt werden. Bei einer Facebook-Anzeige für eine Fanpage ist der Titel der Anzeige automatisch der Name der Seite, des Ortes oder der Veranstaltung.  Hier ist also schon beim Erstellen einer Seite Vorsicht geboten: denn der Titel darf 25 Zeichen nicht überschreiten. Wählt man also einen sehr langen Namen für seine Seite, so wird alles, was die 25 Zeichen übersteigt, im Titel des Ads einfach durch drei Punkte (…) weggekürzt. Selbstverständlich kann man tricksen und einfach eine Fanpage-URL als externe URL eingegeben. Dies hat jedoch einen entscheidenden Nachteil für die Performance der Ads: bei extern verlinkenden Facebook Ads wird kein „gefällt mir“-Button in der Anzeige angezeigt. Denn lediglich die Anzeigen für etwas auf Facebook sind sogenannte „Engagement Ads“.

Für den Text der Anzeige stehen 135 Zeichen zur Verfügung. Auch ein Bild kann für die Anzeige eingefügt werden. Die idealen Maße hierfür sind 110×80 Pixel und das Gewicht sollte 5 MB nicht überschreiten. Zu Beginn einer Kampagne würden wir aus unseren Erfahrungen heraus empfehlen, mindestens drei verschiedene Ads zu testen. Oftmals reagieren die User auf das eine oder andere Bild oder den eine oder anderen Text besser.

Bei einer gesponserten Meldung hat man wiederum die Wahl zwischen einer „Gefällt mir“-Meldung oder einer „Meldung über Seitenbeiträge“. Nur die „Gefällt mir“-Meldungen beinhalten einen sozialen Kontext in der Form, dass auch der Name des Freundes genannt wird. Erfahrungsgemäß ist diese Meldung sehr gut geeignet, um eine bestehende Menge Fans signifikant zu vergrößern. „Meldungen über Seitenbeiträge“ sind nur solchen Seiten zu empfehlen, die sehr content-stark sind und Fans über interessante Inhalte gewinnen können.

Meldung über Seitenbeiträge

Im nächsten Schritt geht es an die Auswahl der gewünschten Zielgruppe, an welche die Ads ausgespielt werden soll. Neben geografischen Eigenschaften (Land und Stadt, letzteres wahlweise mit Umkreis von 16/ 40 oder 80 km) und demografischen Eigenschaften (Alter, Geschlecht, Geburtstag, Interessiert an, Beziehungsstatus und Sprachen) sind auch Targetings auf Interessen, Verbindungen auf Facebook (verbunden/ nicht verbunden mit einer Seite) und Arbeit/ Ausbildung möglich. Was jedoch leider nicht möglich ist und gerade im Zusammenhang mit der Optimierung einer Kampagne sinnvoll sein kann, ist eine Einstellung, das Alter der Zielgruppe vom Geschlecht abhängig zu machen (bspw. Targeting auf Männer über 55 und Frauen über 45). In jedem Fall ist darauf zu achten, dass die Zielgruppe nicht zu klein ausfällt, da sonst sehr schnell eine Sättigung einsetzt und sich die Leistungswerte verschlechtern.  Wenn man seine Zielgruppe nicht genau kennt, macht es Sinn, die Ads zu Beginn der Kampagne an alle User auszuspielen und das Targeting im Laufe der Kampagne entsprechend der „Demografie der Antwortenden“ (mehr dazu unten) anzupassen.

Nach Auswahl der Zielgruppe muss man der Kampagne noch einen Namen geben, eine Laufzeit sowie einen Budgetrahmen bestimmen und ein Gebot festlegen. Beim Budget hat man die Auswahl zwischen einem Tagesbudget und einem Laufzeitbudget. Der Vorteil bei einem Laufzeitbudget ist, dass sich mögliche Unterlieferungen, die durch ein  zu niedriges Gebot oder eine zu starke Konkurrenz ergeben können, wieder ausgleichen. Bei der Wahl des Abrechnungsmoduls ist in jedem Fall die Auswahl „für Clicks zahlen“ auswählen. Dies ist zum einen deutlich wirtschaftlicher als für Impressionen zu bezahlen und zum anderen kann davon ausgegangen werden, dass die CpC-basierten Werbemittel besser positioniert werden – schließlich hat auch Facebook einen Vorteil davon, wenn das Ad fleißig angeklickt wird. Zu Beginn sollte der CpC nicht zu niedrig angesetzt werden, damit die Anzeigen erst einmal mit einem gewissen Volumen ausgespielt werden. Später kann dann der CpC idealerweise nach und nach gesenkt werden.

Man wird nun noch aufgefordert, die Zahlungsinformationen anzugeben und los geht’s.

Nun sind die Anzeigen online.  Zu Beginn gilt es ein paar Tage abzuwarten, bevor man sich einen ersten Bericht ziehen und mit den Optimierungsmaßnahmen beginnen kann. In der Zwischenzeit macht es aber dennoch Sinn, seine Kampagne im Auge zu behalten. Eine gute Möglichkeit dafür bietet das sogenannte Dashboard, auf dem man die wichtigsten Kennzahlen einsehen kann.  Hier ist ersichtlich, wie oft die einzelnen Anzeigen ausgespielt und geklickt wurden. Je nach Situation macht es dann also Sinn, das CpC-Gebot zu erhöhen oder zu senken und eine höhere bzw. niedrigere Anzahl an Impressions und Clicks zu erzielen.

Nach etwa einer Woche sollte man sich einen ersten vollständigen Bericht ziehen. Hierbei geht man wie folgt vor: im Anzeigenbereich in der linken Navigation wählt man den Punkt „Berichte“ aus. Man hat die Wahl zwischen vier verschiedenen Berichtarten: Leistungen der Werbeanzeigen, Demografie der Antwortenden, Profile der Antwortenden und Besuchsaktionen nach Impressionszeiten. Wichtig für die Erstellung eines aussagekräftigen Reportings ist vor allem der Bericht nach Leistungen der Werbeanzeigen. Für den Bericht zu den Profilen der Antwortenden stehen in den meisten Fällen keine Daten zur Verfügung.

Bei der Auswahl „Zusammenfassen nach“ wählt man entweder Kampagne oder Werbeanzeige, je nachdem wie detailliert das Reporting ausfallen soll. Hat man in seiner Kampagne mehrere Werbeanzeigen geschaltet, macht es natürlich Sinn, einen Bericht auf Werbeanzeigen-Ebene zu erstellen, damit man Rückschlüsse darauf ziehen kann, welche Anzeigen besser performen und welche nicht so gut. Bei der Zeitauswahl wählt man den Zeitraum, der für die Kampagne relevant ist – üblicherweise den gesamten Zeitraum. Man sollte jedoch ein Reporting auf Tages-, Wochen- oder Monatsbasis wählen, da ansonsten die Besuchsaktionen nicht richtig angezeigt werden. Dann kann der Bericht erstellt und ausgewertet werden. Für ein genaues Verständnis der Facebook Berichte, haben wir hier ein Glossar mit allen wichtigen Begriffen zur Verfügung gestellt.

Ebenfalls sehr interessant für die Optimierung einer Kampagne ist eine Auswertung auf Basis der „Demografie der Antwortenden“. In diesem Bericht ist ersichtlich, welche Gruppen gut performen und welche nicht. Auf Basis dieser Ergebnisse lässt sich das Targeting der Kampagne bzw. Werbeanzeige anpassen.

Wem das alles zu kompliziert ist, dem bieten wir gerne die komplette Betreuung seiner Facebook Kampagnen an – von der Erstellung der Ads inkl. Bildern und Texten bis hin zur täglichen Beobachtung und Optimierung der Kampagne sowie wöchentlichen Erstellung von Reportings. Wir holen das beste aus Ihrem Budget heraus und das zu einem fairen Honorar. Gerne unterbreiten wir Ihnen ein Angebot. Kontaktieren Sie uns!

Wie mache ich aus meiner Fan Page eine Places Seite?

Facebook Places und Facebook Deals

Seit 2010 gibt es auch bei Facebook Deutschland die Möglichkeit, Seiten für Orte zu erstellen. Auf diesen so genannten Places Pages kann der Facebook User einchecken und damit allen seinen Freunden mitteilen, wo er sich gerade befindet. Da 2011 in Deutschland nun auch Facebook Deals eingeführt wurden, ist davon auszugehen, dass Places eine immer größere Rolle auf Facebook spielen werden. „Deals“ ist eine Zusatzfunktion für Places Seiten: Geschäfte, z.B. der Einzelhandel oder Restaurants, können treuen Kunden, die regelmäßig einchecken, spezielle Angebote unterbreiten. Das können Rabatte sein oder auch kleine Geschenke zum Abholen. Gerade laufen die ersten Angebote in Deutschland mit ausgewählten, namhaften Partnern (z.B. Douglas und Vapiano), bald kann jedoch jeder noch so kleine Betrieb die Facebook Deals für das eigene Marketing nutzen.

Erstellen von Places Seiten

Bevor es jedoch so weit ist, muss erst eine Places Seite für den Ort erstellt werden – denn selbst wenn ich bereits eine Fanpage auf Facebook habe, können Deals nur auf Places Seiten eingesetzt werden. Dafür wird geprüft, ob vielleicht schon ein anderer User eine Places Seite für den eigenen Betrieb eingerichtet hat. Wenn nicht, kann ich eine eigene Places Seite z.B. über das iPhone oder die Website http://touch.facebook.com/ erstellen. Für den Vorgang des Erstellens ist es notwendig, vor Ort zu sein – deshalb ist dies auch nur über die Mobile Application oder die Mobile Website von Facebook möglich.

Claimen von Places Seiten

Anschließend gilt es zu beweisen, dass man „Inhaber“ dieser Seite ist. Dafür klickt man auf der Places Seite auf „Ist das dein Unternehmen?“ und anschließend bestätigt man, der offizielle Vertreter zu sein. Dieser Vorgang nennt sich „claimen“.

Für den Claim bietet Facebook zum Beispiel die E-Mail Verifizierung an. Notwendig hierfür ist eine Firmen-E-Mail Adresse, die den Namen der Fanpage beinhaltet. Diese muss als Kontaktemail Adresse für den privaten Nutzeraccount angelegt werden. Nun kann der Inhaber der Places Seite bei Facebook beantragen, diese administrieren zu dürfen. Nach Angabe der Firmendaten bekommt man i.d.R. einige Tage später die Bestätigung.

Nun können alle Informationen eingetragen und das Profilbild angepasst werden. Außerdem besteht natürlich die Möglichkeit, die Places Page mit der eigenen Fanpage zusammenzuführen.

Zusammenführen von Places Seite und Fanpage

Nach dem erfolgeichen Claimen der Places Seite wird mir als Administrator in der linken Spalte der Places Seite unter den Lieblingsseiten die Möglichkeit angeboten, die Places Seite mit einer Fanpage zusammenzuführen. Dies geht in der Regel innerhalb kürzester Zeit. Profilbild und Informationen, Zusatzreiter und Lieblingsseiten – alles erscheint nun im neuen Layout der Places Seite, angreichert durch die Kartenfunktion. Alle Fans werden auf die neue Seite übertragen und sehen diese Änderung nur, wenn sie die Seite besuchen.

10 Gründe, warum Facebook auch für kleine und mittlere Unternehmen relevant ist

Marken wie Adidas, Starbucks und Kinder Riegel sind schon längst mit einer eigenen Fanpage auf Facebook vertreten – Kinder Riegel feierte kürzlich sogar mit über 250.000 Fans das 1-jährige Bestehen seiner Fanpage. Für Marken und Produkte, die jeder kennt und liebt, ist es allerdings auch ein Leichtes, zahlreiche Anhänger für eine solche Seite zu finden. Nur zu gern verbindet sich der User mit diesen, profitiert von exklusiven Angeboten und beteiligt sich angeregt an Diskussionen über Logo-Redesigns, Erweiterungen der Produktpalette oder neue Ladenstandorte.

Aber wie ist das eigentlich bei Unternehmen, die nicht so bekannt sind in der Social Media Gemeinde – was bringt ein Facebook Auftritt kleinen und mittleren Unternehmen? Gemeint sind dabei alle Unternehmen, bei denen nicht jeder sofort weiß, wer sie sind und was sie überhaupt verkaufen oder anbieten. Das können Steuerkanzleien oder Reinigungsfirmen sein, Gartencenter oder Fahrradhäuser.

Auch diese Unternehmen können Facebook erfolgreich für sich nutzen. Hier sind 10 gute Gründe warum:

  1. Facebook ist nach Google die größte und meistgenutzte Webseite in Deutschland. Rund 29% aller Internetnutzer in Deutschland sind auf Facebook vertreten. Damit ist Facebook von so großer Bedeutung, dass es sich Firmen – egal wie groß – bald nicht mehr erlauben können, nicht auf Facebook gefunden werden zu können.
  2. Image: Ein Unternehmen, das auf Facebook vertreten ist, demonstriert, dass es keine Angst vor der Kommunikation mit Kunden hat. Es zeigt sich kontaktfreudig und offen und wirkt dadurch umso sympathischer.
  3. Kundenbindung: Gerade kleine Unternehmen, die um jeden Kunden kämpfen, können Facebook als Kanal zur Kundenbindung nutzen. Durch einen stetigen Austausch bleibt das Unternehmen in Gedächtnis der User. Durch die gerade auch in Deutschland eingeführten Facebook-Deals erhalten Unternehmen mit einer Places-Seite zudem die Möglichkeit, ihren Kunden einen Anreiz für einen Besuch bei ihnen zu geben.
  4. Interne und externe Kommunikation: Geschäftspartner wie Lieferanten oder Dienstleister, aber auch eigene Mitarbeiter, die sich dem Unternehmen verbunden fühlen, können dies durch das Fan-werden ausdrücken.
  5. Kosten: Das Einrichten einer Fanpage ist grundsätzlich kostenlos. Zwar braucht man ein ansprechendes Profilbild, idealerweise einen Zusatztab und jemanden, der sich darum kümmert, doch vergleich man dies mit Kosten für Anzeigen, Bannerschaltungen und Newslettern, sind die Kosten für eine Präsenz auf Facebook sehr moderat.
  6. Empfehlungsmarketing: was meinen Freunden gefällt, gefällt mir oft auch. Zumindest ist meine Neugierde geweckt, wenn einem meiner Freunde eine Seite gefällt, die ich nicht kenne. Auch wenn ich selbst nicht direkt Fan der Seite werde, gewinnt das Unternehmen an Bekanntheit. Vielleicht fällt mir der Name wieder ein, wenn ich ein ähnliches Produkt oder einer derartige Dienstleistung suche.
  7. SEO: Eine Präsenz auf Facebook kann maßgeblich dazu beitragen, dass ein Unternehmen bei Google besser gerankt wird. Es dient dem Linkbuilding auf die eigene Website, aber auch die Fanpage an sich wird bei Google gerankt, wodurch ein Unternehmen für Suchende und potenzielle Kunden besser auffindbar wird.
  8. Marktforschung: Facebook stellt einen direkten Feedback-Kanal für die User dar. Auf der Pinnwand (vorausgesetzt, das Unternehmen gibt die Möglichkeit frei, dass Fans auf selbiger posten dürfen) können die Fans Lob und Kritik äußern. Auf diese Weise kann ein Unternehmen einschätzen, welche Produkte besonders beliebt sind und hat die Möglichkeit, schnell zu reagieren, sollten Kunden nicht zufrieden sein. Zudem stehen diverse Anwendungen wie Umfragen und Rezensionen zur Verfügung, durch die sich das Unternehmen weiteres Feedback von ihren Kunden einholen kann.
  9. Werbemöglichkeiten: Die Facebook-Ads bieten besonders für kleine und mittlere Unternehmen sehr gute Werbemöglichkeiten. Es gibt kein Mindestbuchungsvolumen und die vielfältigen Targetingmöglichkeiten (Alter, Geschlecht, Wohnort, Interessen, etc.) ermöglichen eine exakte Zielgruppenansprache ohne Streuverluste. Denkbar wäre bspw. die Ausspielung eines Werbemittels nur an Männer zwischen 25 und 45, die in Düsseldorf wohnen und Interesse an Sport haben. Durch die Vergütung auf Cost-per-Click-Basis müssen lediglich die Clicks auf das Werbemittel – also ein Click auf den „Gefällt mir“-Button im Ad oder ein Click-Trough auf die Fanpage – bezahlt werden. Impressions sowie organische Sichtkontakte sind hingegen kostenlos und sorgen für einen enormen Reichweiten-Effekt der Werbung.
  10. Traffic auf die Webseite bzw. Webseitenersatz: Eine Fanpage kann zusätzlichen Traffic auf die eigene Webseite generieren. Durch das Posten von Links zu aktuellen Angeboten oder Neuigkeiten wird der Traffic auf die Internetpräsenz gesteigert. Für Unternehmen ohne eigene Webseite bietet eine Fanpage zudem einen guten Ersatz für einen eigenen Internetauftritt.

Facebook für Ärzte – Chance oder Bedrohung der Privatsphäre?

Facebook ist das größte soziale Netzwerk der Welt – allein in Deutschland sind über 15 Millionen Menschen auf Facebook mit einem privaten Profil vertreten. Und jeder davon hat im Durchschnitt rund 130 Freunde. Klar, dass es sich dabei nicht immer um enge Freunde handelt. Es sind Bekannte, Uni- und Arbeitskollegen oder eben einfach Leute, denen man irgendwann im Leben einmal begegnet ist – wie der Bruder der Freundin, Partybekanntschaften oder sogar Businesskontakte. Warum also nicht dem eigenen Hausarzt eine Freundschaftsanfrage schicken?

In Großbritannien wird diese Problematik schon länger in den Medien thematisiert. Ärzte und Mediziner werden davor gewarnt, mit Ihren Patienten eine derartige private Verbindung einzugehen. Besser ist es, das private Profil eines Arztes bleibt privat und die professionelle Distanz wird bewahrt.

Dennoch bietet Facebook eine gute Möglichkeit, in Kontakt mit Patienten und Kollegen zu treten: das Einrichten einer Fanpage. So können Patienten sich mit ihrem Arzt online verknüpfen und mit ihm kommunizieren, ohne dass dieser private Informationen wie Alter, Hobbies oder gar Beziehungsstatus preisgibt. Auf diese Weise können Patienten jederzeit auf wertvolle Informationen zurückgreifen, wie Öffnungs- und Sprechzeiten, Therapiemöglichkeiten und Spezialisierungen, Anfahrtsinfos und weitere Hintergrundinfos zum Arzt/zu den Ärzten. Die Praxis selbst kann ihre Fans/Patienten regelmäßig mit Posts über Neuheiten auf dem Laufenden halten – z.B. Urlaubszeiten, Vertretungen, Vorstellung neuer Sprechstundenhilfen, allgemeine Informationen zum Gesundheitssystem. So fühlt sich der Patient gut betreut, es entsteht eine persönliche Bindung und die Möglichkeit zur Weiterempfehlung im Freundeskreis.

Eine konkrete Kategorie für eine Mediziner-Fanpage bietet Facebook nicht an. Es gibt jedoch unter „Lokales Geschäft“ die Kategorie „Gesundheit & Schönheit“, die vielfältige Bearbeitungsmöglichkeiten anbietet. Der Info-Tab der Fanpage enthält die Adresse, einen Link zur Website (wenn vorhanden), Öffnungszeiten sowie ein Feld zur genaueren Beschreibung der Leistungen. Ebenfalls möglich ist die Angabe weiterführender Informationen, z.B. Telefonnummer, E-Mail-Adresse, Parksituation, Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln etc.

Eine Facebook Fanpage enthält standardmäßig Reiter zum Einbinden von Fotos und Videos – kann jedoch mit zusätzlichen Reitern individualisiert werden. Hier ist zum Beispiel auch ein Rezensionen-Reiter mit wenigen Klicks hinzuzufügen, so dass Patienten Bewertungen über ihren Praxisbesuch hinterlassen können.

Der Wunsch vieler Unternehmen ist es, die Facebook Fanpage auch grafisch zu individualisieren. Hier gibt es nur wenige Möglichkeiten. Hauptsächlich erreicht man eine Anpassung an ein eigenes Unternehmensdesign nur durch das Profilbild. Da das Profilbild in der Höhe variabel ist, bietet es relativ viel Platz, z.B. für Logo oder auch ein beschreibendes Bild, das die jeweilige Spezialisierung der Praxis unterstreichen kann. Auch ein Zusatzreiter wäre denkbar – Facebook bietet nämlich die Möglichkeit, diese selbst zu programmieren und zu gestalten. Mit wenigen grundlegenden HTML Kenntnissen können hier binnen Minuten Reiter aus Bild- und Textelementen entstehen, die auch als Startseite für die Fanpage (statt der Pinnwand mit den Fan-Kommentaren) eingestellt werden können.

Letztendlich kann eine Facebook Fanpage für kleinere Praxen durchaus einen eigenen Webauftritt ersetzen. Ab 25 Fans – eine Anzahl, die schnell erreicht werden kann – kann die Seite eine individualisierte Domain bekommen, wie beispielsweise facebook.com/augenarztpraxis.düsseldorf. Wem das zu kompliziert ist, der kann sich für wenige Euro pro Monat eine eigene Domain registrieren und auf die Facebook Fanpage umleiten. So bietet Facebook auch für sehr kleine Budgets die Möglichkeit, im Internet vertreten zu sein.

Neuerdings bietet Facebook auch die Möglichkeit an, spezielle Fanseiten für Orte hinzuzufügen (Facebook Places). So kann ein User an diesem Ort „einchecken“, alle seine Freunde können sehen, wo er sich gerade befindet. Places Seiten kann ein User selbst erstellen, später kann diese von dem „Besitzer“, also z.B. der Arztpraxis, beansprucht werden. Ob diese Funktion sich für Ärzte eignet, bleibt zu bezweifeln – checke ich als User bei jedem Arzt ein und mache diese Information meinen Freunden zugänglich? Es gibt bereits von Usern angelegte Places Seiten von Arztpraxen – man kann also sagen, dass durchaus einige User gewillt sind, diese Information mit ihren Freunden zu teilen. Eine kommerzielle Nutzung von Places Seiten, die neuerdings auch Reward-Systeme beinhalten, wird für Arztpraxen allerdings sowieso kaum in Frage kommen, da Ärzte nur sehr eingeschränkt werben dürfen.

Facebook Fanpages bieten Ärzten eine grundsätzlich kostenlose Möglichkeit, einen Auftritt im Web zu realisieren, der modern und ansprechend ist. Man muss sich nur darüber im Klaren sein, dass dieser Auftritt regelmäßig betreut und aktualisiert werden will – eine Praxis mit Facebook Fanpage muss also im besten Fall diese Aufgabe einem konkreten Mitarbeiter anvertrauen, damit Anfragen von Patienten auch kompetent und prompt beantwortet werden.

Beispielhafte Abbildung einer Ärzte-Fanpage

Beispielhafte Abbildung einer Ärzte-Fanpage

Beispielhafte Abbildung eines Infotabs

Beispielhafte Abbildung eines Infotabs

Rechtsanwälte und Steuerberater auf Facebook

Wenn ein Unternehmen sich für eine Fanpage auf Facebook entscheidet, sollte dabei nicht das Marketing im Vordergrund stehen, sondern immer der Dialog mit Kunden bzw. Fans. Diese erwarten, dass Ihnen das Unternehmen, von dem sie Fan werden, einen Mehrwert bietet – zum Beispiel in Form von Aktionen, Gewinnspielen oder einfach nur exklusiven Informationen und Tipps zu einem Thema, das sie interessiert.

Diesen Dialog mit Kunden nutzen inzwischen auch viele Rechtsanwalts- und Steuerkanzleien und richten sich eine eigene Fanseite auf Facebook ein. Rechtsanwälte und Steuerberater dürfen bekanntlich keine rein werblichen Aussagen machen, sondern nur sachlich über ihre berufliche Tätigkeit unterrichten. Facebook bietet Ihnen die Möglichkeit, genau das zu tun: sich Kunden und potentiellen Mandanten vorzustellen, eine persönliche Beziehung und damit dauerhaftes Vertrauen aufzubauen, das Ganze in einem modernen, jungen Umfeld mit enormer Reichweite. Die Zahl der Fans, die sich bei einigen Seiten auf ein paar hundert beläuft, zeigt, dass für Rechtsanwälte und Steuerberater auf Facebook durchaus eine Zielgruppe zu finden ist.

Die meisten Steuerberater oder Rechtsanwälte auf Facebook nutzen ihre Präsenz, um Ihre Fans mit aktuellen Informationen bspw. neuen Rechtslagen, Gesetzen oder Steuerspar-Tipps zu versorgen. Gerade bei derart fachspezifischen Themen ist es nicht wichtig, dass täglich ein neuer Beitrag gepostet wird – hier zählt die Qualität der Beiträge und die Wahrung der Seriosität. Natürlich kann es sein, dass viele User die Seite nutzen, um konkrete Fragen zu stellen, zum Beispiel zu einem bestimmten Rechtsfall oder ihrer Steuererklärung. Vorab muss festgelegt werden, wie auf solche Anfragen reagiert wird und die kompetente Betreuung der Seite muss jederzeit gewährleistet sein.

Auf einem zusätzlichen Reiter für die Fanpage, der mit grundlegenden HTML-Kenntnissen auf Facebook erstellt werden kann, kann ein Steuerbüro oder eine Rechtsanwaltskanzlei weitere Inhalte im eigenen Design bereitstellen. Bisher wird diese Funktion – wahrscheinlich aufgrund der fehlenden Programmierkenntnisse – noch von sehr wenigen genutzt. Denkbar wäre hier eine genauere, persönliche Vorstellung der einzelnen Mitarbeiter und Berater mit Bild, Umfragen oder auch FAQs.

Die Vorteile einer Facebook Fanpage für Steuerberater und Rechtsanwälte zusammengefasst:

  • Eine Kanzlei, die auf Facebook vertreten ist, wirkt unabhängig von ihrer Größe up-to-date, jung und professionell. Facebook kann so das Image der Kanzlei positiv beeinflussen.
  • Eine gut betreute Facebook Fanseite ist kostenlos – und kann rein theoretisch sogar eine eigene Website komplett ersetzen. Ab 25 Fans kann die Seite mit einer Vanity URL ausgestattet werden, die sich bestens bewerben lässt. Zum Beispiel: Facebook.com/kanzlei-huber
  • Mit wenigen HTML Kenntnissen können Facebook Fanpages durch so genannte Zusatzreiter individualisiert werden. Beispielsweise können hier weiterführende Informationen zur Kanzlei angeboten werden.
  • Facebook Seiten, insbesondere solche mit einem zusätzlichen individualisierten Reiter, sind häufig weit oben in Google gerankt. Durch Linkbuilding, das heißt konstantes setzen von Links auf die eigene Website innerhalb der Posts, kann das Ranking in den Suchmaschinen verbessert werden. Bestenfalls gibt es bei geschicktem Social Media Marketing mehrere Suchergebnisse zu einer Kanzlei – Facebook Fanpage, eigene Website, XING Profile der Mitarbeiter – die Kanzlei wird in Suchmaschinen sehr viel leichter auffindbar.
  • Facebook Fanpages sprechen sich herum. Wenn meine Freunde Fan einer Kanzlei werden, dann sehe ich dies in meinem eigenen News-Feed. Was meinen Freunden gefällt, das gefällt mir häufig auch.
  • Facebook Fanpages können günstig beworben werden – auch wenn die Werbemöglichkeiten für Steuerberater und Rechtsanwälte wie oben beschrieben gesetzlich eingeschränkt sind, kann eine Fanseite auf Facebook mit günstigen Ads auf Cost-per-Click Basis beworben werden (bezahlt wird der Click aufs Werbemittel, nicht aber der Sichtkontakt). Großer Vorteil hierbei ist die regionale Ausrichtung. So kann ich als Kanzlei oder Steuerbüro mit Sitz in Frankfurt die Ads auch nur in der Region Rhein-Main ausspielen.

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