Marken wie Adidas, Starbucks und Kinder Riegel sind schon längst mit einer eigenen Fanpage auf Facebook vertreten – Kinder Riegel feierte kürzlich sogar mit über 250.000 Fans das 1-jährige Bestehen seiner Fanpage. Für Marken und Produkte, die jeder kennt und liebt, ist es allerdings auch ein Leichtes, zahlreiche Anhänger für eine solche Seite zu finden. Nur zu gern verbindet sich der User mit diesen, profitiert von exklusiven Angeboten und beteiligt sich angeregt an Diskussionen über Logo-Redesigns, Erweiterungen der Produktpalette oder neue Ladenstandorte.
Aber wie ist das eigentlich bei Unternehmen, die nicht so bekannt sind in der Social Media Gemeinde – was bringt ein Facebook Auftritt kleinen und mittleren Unternehmen? Gemeint sind dabei alle Unternehmen, bei denen nicht jeder sofort weiß, wer sie sind und was sie überhaupt verkaufen oder anbieten. Das können Steuerkanzleien oder Reinigungsfirmen sein, Gartencenter oder Fahrradhäuser.
Auch diese Unternehmen können Facebook erfolgreich für sich nutzen. Hier sind 10 gute Gründe warum:
- Facebook ist nach Google die größte und meistgenutzte Webseite in Deutschland. Rund 29% aller Internetnutzer in Deutschland sind auf Facebook vertreten. Damit ist Facebook von so großer Bedeutung, dass es sich Firmen – egal wie groß – bald nicht mehr erlauben können, nicht auf Facebook gefunden werden zu können.
- Image: Ein Unternehmen, das auf Facebook vertreten ist, demonstriert, dass es keine Angst vor der Kommunikation mit Kunden hat. Es zeigt sich kontaktfreudig und offen und wirkt dadurch umso sympathischer.
- Kundenbindung: Gerade kleine Unternehmen, die um jeden Kunden kämpfen, können Facebook als Kanal zur Kundenbindung nutzen. Durch einen stetigen Austausch bleibt das Unternehmen in Gedächtnis der User. Durch die gerade auch in Deutschland eingeführten Facebook-Deals erhalten Unternehmen mit einer Places-Seite zudem die Möglichkeit, ihren Kunden einen Anreiz für einen Besuch bei ihnen zu geben.
- Interne und externe Kommunikation: Geschäftspartner wie Lieferanten oder Dienstleister, aber auch eigene Mitarbeiter, die sich dem Unternehmen verbunden fühlen, können dies durch das Fan-werden ausdrücken.
- Kosten: Das Einrichten einer Fanpage ist grundsätzlich kostenlos. Zwar braucht man ein ansprechendes Profilbild, idealerweise einen Zusatztab und jemanden, der sich darum kümmert, doch vergleich man dies mit Kosten für Anzeigen, Bannerschaltungen und Newslettern, sind die Kosten für eine Präsenz auf Facebook sehr moderat.
- Empfehlungsmarketing: was meinen Freunden gefällt, gefällt mir oft auch. Zumindest ist meine Neugierde geweckt, wenn einem meiner Freunde eine Seite gefällt, die ich nicht kenne. Auch wenn ich selbst nicht direkt Fan der Seite werde, gewinnt das Unternehmen an Bekanntheit. Vielleicht fällt mir der Name wieder ein, wenn ich ein ähnliches Produkt oder einer derartige Dienstleistung suche.
- SEO: Eine Präsenz auf Facebook kann maßgeblich dazu beitragen, dass ein Unternehmen bei Google besser gerankt wird. Es dient dem Linkbuilding auf die eigene Website, aber auch die Fanpage an sich wird bei Google gerankt, wodurch ein Unternehmen für Suchende und potenzielle Kunden besser auffindbar wird.
- Marktforschung: Facebook stellt einen direkten Feedback-Kanal für die User dar. Auf der Pinnwand (vorausgesetzt, das Unternehmen gibt die Möglichkeit frei, dass Fans auf selbiger posten dürfen) können die Fans Lob und Kritik äußern. Auf diese Weise kann ein Unternehmen einschätzen, welche Produkte besonders beliebt sind und hat die Möglichkeit, schnell zu reagieren, sollten Kunden nicht zufrieden sein. Zudem stehen diverse Anwendungen wie Umfragen und Rezensionen zur Verfügung, durch die sich das Unternehmen weiteres Feedback von ihren Kunden einholen kann.
- Werbemöglichkeiten: Die Facebook-Ads bieten besonders für kleine und mittlere Unternehmen sehr gute Werbemöglichkeiten. Es gibt kein Mindestbuchungsvolumen und die vielfältigen Targetingmöglichkeiten (Alter, Geschlecht, Wohnort, Interessen, etc.) ermöglichen eine exakte Zielgruppenansprache ohne Streuverluste. Denkbar wäre bspw. die Ausspielung eines Werbemittels nur an Männer zwischen 25 und 45, die in Düsseldorf wohnen und Interesse an Sport haben. Durch die Vergütung auf Cost-per-Click-Basis müssen lediglich die Clicks auf das Werbemittel – also ein Click auf den „Gefällt mir“-Button im Ad oder ein Click-Trough auf die Fanpage – bezahlt werden. Impressions sowie organische Sichtkontakte sind hingegen kostenlos und sorgen für einen enormen Reichweiten-Effekt der Werbung.
- Traffic auf die Webseite bzw. Webseitenersatz: Eine Fanpage kann zusätzlichen Traffic auf die eigene Webseite generieren. Durch das Posten von Links zu aktuellen Angeboten oder Neuigkeiten wird der Traffic auf die Internetpräsenz gesteigert. Für Unternehmen ohne eigene Webseite bietet eine Fanpage zudem einen guten Ersatz für einen eigenen Internetauftritt.